Sonntag, 10. Mai 2015

Kritik: Triangle

Sisyphusarbeit



Realistische Charaktere, ein mysteriöses Geisterschiff und parallele Realitäten? Klingt nach einer Stephen King Geschichte. Ist es im Prinzip auch oder könnte es zumindest sein ... 

Inhaltlich geht es in dem Film von Christopher Smith um die junge Mutter Jess, die mit ihrem autistischen Sohn Tommy zu kämpfen hat. Um sich zu entspannen beschließt sie mit Freunden eine Segelurlaub zu unternehmen. Sie geraten in eine Flaute, gefolgt von einem Sturm. 

Ihr Boot kentert und nur mit Mühe können sie sich auf ein geisterhaftes Kreuzfahrtschiff retten. Offenbar sind sie jedoch nicht allein und schon bald beginnt eine mörderische Jagd, die am Ende - wenn man glaubt, es könnte nicht noch verwirrender werden - mit einem gelungenen Twist aufwartet.

Man hat wirklich das Gefühl der Horrorschriftsteller steckt hinter diesem subtilen Horrorfilm. Die Auflösung soll hier nicht verraten werden, jedoch sei gesagt dass sie raffiniert in jedes Detail des Films eingearbeitet ist, was einen großen Teil der Faszination ausmacht, die von diesem Streifen ausgeht.

"Triangle" nimmt Abstand von "Splatterorgien" und herkömmlichen Horrorfilmen und das mit Erfolg. In der Kritik wurde der australisch-britische Film von 2009 mehrheitlich positiv aufgenommen und das mit Recht. Jede Wendung ist originell, überraschend und fügt sich trotz der Surrealität des Konzepts gleichsam nahtlos in das Gewebe der Handlung ein. 

Ein großartiger subtiler Thriller mit talentierten Schauspielern und gelungener Umsetzung, der in Deutschland, den USA und einigen anderen Ländern leider nur auf DVD erschien und später auch im TV ausgestrahlt wurde.
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- Auf Wikipedia
- Artikel auf filmbesprechungen.de
- Sisyphus - Mythologie

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