Sonntag, 3. Mai 2015

Kritik: Automata

Maschinen und Staub




Science-Fiction-Filme der Gegenwart neigen bekanntlich zur Dystopie. "Automata" von Gabe Ibáñez ist da nicht anders und bringt doch ein wenig frischen Wind in die von eher bösartigen Robotern bevölkerte Zukunft.

Inhaltlich geht es darum, dass die Sonne durch übermäßige Strahlung die Mehrheit der Weltbevölkerung getötet hatte. In wenigen sicheren Städten versuchen sich die Überlebenden Menschen in der Robotik und die ersten Modelle - "Pilgrims" genannt - sollen ihnen dabei helfen der rauen Umgebung zu überleben. Jacq Vaucan (Antonio Banderas) ist Versicherungsangestellter in der Baufirma der humanoiden Maschinen (ROC). 

Er wird von seinem Chef beauftragt der Geschichte eines Kollegen nachzugehen, die auf die Entwicklung von künstlicher Intelligenz und die Umgehung der Sicherheitsprotokolle hindeutet. Die Handlung spitzt sich zu, nachdem Vaucan Zeuge eines Roboter-Selbstmordes wird und in Besitz einer Nuklear-Batterie gerät und kann sich nicht mehr sicher sein, wer eigentlich Freund und Feind ist.

Der Film verbindet gekonnt Elemente ikonischer Science-Fiction- Filme ohne in Effekthascherei abzudriften. Die Einflüsse von "Blade Runner" und Isaac Asimov sind nicht schwer auszumachen, auch wenn sich Gabe Ibáñez bemüht einen eigenen Weg zu gehen, nicht zuletzt wegen dem exzellenten Drehbuch, den liebevoll gestalteten und realistisch wirkenden Kulissen und den großartigen Darstellern. Die Handlung ist intelligent, die Charaktere und die Welt durchdacht und dennoch ist der Film zu keiner Sekunde langatmig.

CGI wird sparsam eingesetzt und fügt sich in die Szenerie ein, die Roboter wirken dennoch real. Dieser Film von 2014 ist eine echte Perle unter dem Wust aus Action-Blockbustern und für jeden Fan gelungener, klassischer Science-Fiction ein Muss.
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