Mittwoch, 29. April 2015

Kritik: Avengers, Age of Ultron

"We enter a world of miracles"

Scarlett Johansson wieder als "Black Widow"
Der Trailer war mit seiner düsteren Stimmung und der "Pinocchio"-Metapher einer der Highlights zu Beginn des Jahres 2015. Lange haben wir gewartet und nun ist es so weit: Die zweite Installation der "Avengers"-Reihe ist im Kino angelaufen und ich hatte trotz Kino-Streik Gelegenheit den Streifen zu sehen.

Inhaltlich schließt der Film unmittelbar an die Handlung von "Captain America: The Wintersoldier" (In Deutschland: Captain America. Return of the first avenger) und "Avengers" an. Man ist also gut beraten sich zumindest diese beiden Filme vorher anzusehen, weil die Handlung sonst wenig Sinn ergibt.
Ultron (Im Original gesprochen von James Spader)
Auf der Suche nach Lokis Szepter stürmen die Superhelden die Basis des Baron von Strucker. Der Zuschauer wird hineingeworfen in den Kampf der Helden gegen die Lakaien von Hydra, deren versteckte Einrichtungen sie nun nach den Ereignissen in erwähnten Filmen weltweit hochnehmen. Das Team zeigt sich dabei geschlossen wie noch nie und präsentiert sich mit neuen Gadgets aus dem Fundus von "Stark Industries" auf. 

Während des Kampfes treffen sie auch mit den "Maximov-Zwillingen" zusammen, hinter denen sich die Comic-Charaktere "Quicksilver" und "Scarlet Witch" verbergen. Ihre Hintergrund-Geschichte wurde wie die von  Ultron leicht angepasst und in die heutige Welt versetzt. Parallelen zu der Ukraine-Krise sind dabei unverkennbar. Es gelingt den Helden das Szepter wieder zu erlangen und Strucker gefangen zu nehmen. 

"Quicksilver" (Aaron Taylor Johnson) und "Scarlet Witch"  ( Elizabeth Olsen)
Anschließend feiern sie ihren Triumph in Tony Starks renoviertem Hauptquartier. Die Freude wird allerdings nicht lange andauern. Tony Stark widmet sich zusammen mit Bruce Banner dem Aufbau des Szepter und erschafft auf dessen Basis eine künstliche Intelligenz, die er als Schild für die ganze Welt konzipieren wollte. 
Ultron wendet sich jedoch in den ersten Sekunden seiner Existenz bereits gegen seine Schöpfer, zerstört Jarvis und baut sich einen Körper, den er selbst immer weiter entwickelt. 

Zudem sind "Quicksilver" und "Scarlet Witch" nach wie vor auf freiem Fuß ...

Ohne zu viel zu verraten "Age of Ultron" versucht in allen Aspekten die vorhergehenden Filme zu übertreffen, was in Teilen überladen wirkt. Mit Ultron tritt einer der ikonischsten Marvel-Schurken auf die Kinoleinwand und das brillant umgesetzt und gesprochen. Es gibt reichlich Explosionen, schönes CGI und schöne Choreografien. Schauspieler und Regisseur versuchen ihren Charakteren auch mehr Tiefe zu verleihen, was ihnen teilweise gelingt aber streckenweise zu Längen führt. 

Nicht zu vergessen das obligatorische Stan-Lee-Kameo und die Querverweise im eigenen Universum, das unaufhaltsam auf die Konfrontation mit Thanos zusteuert. Um alle Details zu verstehen, empfiehlt es sich auch die Einzelfilme von "Iron Man", "Thor", "Guardians of the Galaxy" und "Captain America" zu sehen. Wem das zu viel ist, kann natürlich auch googlen, was es mit den "Infinity"-Steinen, "Warmachine" und "Falcon" auf sich hat. 


Beim zweiten Abenteuer von den "Avengers" handelt sich also um ein typisches, solides Marvel-Sommergewitter mit genug Action und Witz für ein paar Stunden Spaß. Unterhaltsam, gut anzusehen und durchdacht. Gelungenes Pop-Corn-Kino!

@ LeO







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