Sonntag, 1. Februar 2015

Paul

Paul - Ein Alien auf der Flucht




Ein Film von und mit den Machern der Cornetto-Trilogie Simon Pegg und Nick Frost aus dem Jahr 2011. Zwei Namen, die bekannt sind für Klamauk, aber auch für clevere Satire (Siehe "World's End"). 

Unter dem Regisseur Greg Mottola nehmen sie sich den Mythen um Area 52 an. "Paul" ist eine Persiflage der Filme um Invasionen zwischen kleinen grünen Männchen und Männern in schwarzen Anzügen, die für die Regierung arbeiten. Von Star-Wars bis E.T. finden sich eine Menge Anspielungen, die bei Sci-Fi-Fans für zusätzliche Lacher Sorgen.

Inhaltlich dreht sich der Film um die Flucht des titelgebenden Aliens Paul aus seinem Gefängnis in Area 52, wo er im Auftrag der Regierung durch Einfluss auf die Pop-Kultur - u.a. auf Steven Spielberg - die Menschheit auf den bevorstehenden Kontakt mit Außerirdischen vorbereiten soll. Ähnlich wie in "E.T.", an dessen Atmosphäre der Film sich stark orientiert, stellt sich Paul als freundlich und aufgeschlossen heraus. 

Nach einem Autounfall stößt Paul mit zwei britischen Nerds zusammen, die von der Comic-Con in San Diego aus eine Tour zu dem bekannten Ufo-Sichtungsplätzen machen wollten und eigentlich nicht damit gerechnet haben tatsächlich auf einen leibhaftigen Außerirdischen zu treffen. Paul flieht vor dem Militär, das ihn wegen seiner besonderen Fähigkeiten sezieren will. Die beiden Nerds und eine aufgegabelte Kreationistin, der Paul ihren Glauben nimmt, finden sich plötzlich in der Mitte einer wilden Verfolgungsjagd wieder.

Der Streifen zieht mit wohl platzierte Gags über die Romantisierung, zu der Spielberg-Filme neigen, und Verschwörungstheorien, die etwa in Akte X & Co immer wieder das Sci-Fi-Genre bestimmt haben, her. Paul hat viel mehr den Charakter eines Teenagers, der mit seiner lockeren Art sowohl die Verklemmtheit der beiden Nerds als auch die der kreationistischen "Hillbillys" herausfordert. Er raucht, trinkt und neigt zu krudem Humor.

So finden sich die Helden auf der Flucht vor religiösem Zorn, Regierungsagenten in schwarzen Vans und Rockern wieder, deren Auto die Nerds aus Versehen geschrammt hatte. Am Landeplatz des UFO's, das Paul heim bringen soll, kommt es schließlich zum großen Show-Down aller Parteien, der mit einer Überraschung und dem Kameo der Sci-Fi-Legende Sigourney Weaver aufwartet.

Das Ergebnis ist ein urkomischer Road-Trip über die Landstraßen Nevadas, ein gelungenes Statement gegen Rassismus und eine Satire auf evangelikalen Kreationismus und Hillbillytum  in den südlichen USA.

Die Originalvertonung ist allerdings eher zu empfehlen als die deutsche Synchronisierung ...

@LeO
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