Freitag, 12. Dezember 2014

Gedankenwelten - Einführung

Gedankenwelten - Einführung



Ich habe lange Zeit überlegt, ob ich noch mal etwas direkt über Religion schreiben werde in diesem Blog, weil sich in meiner Wahrnehmung durch das kreative Schaffen einiges verändert hat. Wer lange genug zurückblättert wird in diesem digitalen Buch sehr harsche Religionskritik finden, die aus Unverständnis hervorgeht. Eine Einbindung der Kirchen in den Staat, das missionarische Verhalten von verblendeten Anhängern und heuchlerische Moral gehe ich auch nach wie vor sehr scharf an, doch habe ich eine andere Einstellung zur Spiritualität entwickelt. Eine Evolution, die eng mit der Kreativität und meinem Privatleben zusammenhängt. Vorweg: Sie hat nach wie vor nichts mit dem personellen Gott der monotheistischen Religionen zu tun.
Die Reihe an Essays, die ich demnächst unter dem Titel "Gedankenwelten" hier im Blog veröffentlichen werde, behandelt die Dreiecksbeziehung von Rationalität, Spiritualität und Kunst und die Gründe, warum ich eine staatliche Organisation von Religion und das Konzept "Gott" als Urheber und Zentrum einer "höheren Moral" ablehne. 

Diese Diskussion ist auch ein wichtiger Bestandteil des Romans, an dem ich gegenwärtig arbeite. Ich werde dabei nicht trotzig deklarieren, sondern versuchen zu erklären und zu argumentieren mit Verweisen auf die Denker, die mich in diesem Entwicklungsprozess beflügelt haben. Hier in etwa grob der Ablauf:


    1. Einführung
    2. Organische Götter, Verbildlichung menschlicher Fehlbarkeit?
    3. Polytheismus. Von Helden und Göttern
    4. Monotheismus. Die Simplifizierung einer komplexen Welt
    5. Materialismus. Wenn man lange genug in den Abgrund sieht, starrt der Abgrund zurück
    6. Was ist Esoterik?
    7. Glaubenssysteme. Das Phänomen des Totalitarismus ...
    8. Einsteins Uhr
    9. Der Pfad der Kreativität
    10. Zusammenfassung

1 Kommentar:

  1. Das hört sich ja wirklich spannend an. Dein Anfangspost, "Organischen Göttern", klingt schon sehr vielversprechend, auch wenn ich mit dem dort Zitierten nicht übereinstimme, also dass die Angst überhaupt eine Basisemotion des Menschen ist. Ich habe beiläufig dazu mal etwas auf meinen Blog geschrieben, bei Interesse, schicke ich dir den Link zur Lektüre.

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