Montag, 7. April 2014

Im Schatten des Königs ... [Vol.1]

Aufzeichnungen von Vensten Connerwell - Schatten des Königs

[...] Der Schatten verlässt seinen Betrachter nicht. Ein Spruch, den man häufig in den Straßen von Karanthos hört. Doch weder in den Gossen zwischen den Tavernen, noch hinter den Mauern des Palastes der Triades ist der Schatten des Königs gern gesehen. Auch wenn das natürlich niemand zugeben würde. Zumindest kann man das in den Augen der Söldner und Wirte erkennen, an ihren Blicken die zu Boden gehen und der Art wie sie ihr Getuschel einstellen, wenn ich an ihnen vorbei gehe.
Im Dienst der Palastwache erfährt man bald, dass Wissen Macht ist und Informationen gefährlich sein können. Die falschen Worte können ihren Sprecher auf den Richtblock schicken und die richtigen Worte zur richtigen Zeit auf die Ebene des hohen Adels bringen. Auch ohne dort hinein geboren zu sein. Für meine Familie war ich immer nur der Cousin der großen Herren von Connerwell, doch hier in der Hauptstadt von Karanthos bin ich zu einem Händler aufgestiegen. Hand, Nase und Ohr der Krone - ein Mann, der die Fäden in der Hand hält. Da der letzte König sich wohin er auch ging Feinde zu suchen schien, brummte mein Geschäft. Doch ist Valerian Triades aus anderem Holz geschnitzt. Also handelte ich in letzter Zeit weniger mit schmutzigen Geheimnissen einer dekadenten Adelsfamilie und halbherzigen Verschwörungen als mit meinem Gespür im Umgang mit mysteriösen Vorkommnissen.
So kam es, dass ich - Vensten Connerwell - und mein Zwergenfreund Joren, den alle nur Weißborke nannten, Bekanntschaft mit dem Kommandanten der Stadtwache Varyn Golanian machten. In einer stillen Nacht-und-Nebel-Aktion hatten Nekromanten sich an den Gräbern von Zauberern bedient. Es lag an uns, dieser Angelegenheit Aufmerksamkeit zu schenken, damit unser König in Ruhe schlafen konnte - Im Wissen, dass jemand dort draußen so tat, als würden derartige Gerüchte die Krone interessieren. [...]

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