Samstag, 22. März 2014

Die 6 Artefakte des Wolkensteins ...

Auszug aus dem Kompendium über die Geschichte der Welt – 2. Band: Zeit der Imperien. Der graue Wanderer. Zusammengetragen und verfasst von Bran dem Reisenden, Erster des Rates der blauen Akademie in der Winterzeit des Jahres 2007.

[…] Die Geschichten erzählen, dass Vallastar, als der graue Wanderer dem Tode nahe schien, den Wolkenstein in den Tiefen der Welt versteckte. Niemand sollte sich mit seiner Macht messen oder das Geschenk der Götter missbrauchen können. Das volle Verständnis der Magie unserer Welt sollte auf ewig ein Mysterium bleiben. Im Zeitalter der Imperien, als Menschen und Elfen die großen Einigungskriege ihrer Reiche ausfochten, soll ein junger Gelehrter auf das Geheimnis gestoßen sein. Es heißt, der Wolkenstein schickte ihm einen Traum, der ihn zum Versteck führte. Andere Quellen behaupten, er wäre zufällig auf die Höhle gestoßen, die in kargen Tunneln hinunter zum Schatz der ersten Magier führten.
Er hieß Prospero und stammte von den Seenelfen ab, deren Treue dem Westelfenreich galt, das durch die Expansion der Menschen aus dem Süden bedroht war. Als der Krieg für die Elfen aussichtsloser wurde, entsandte der oberste Fürst Alarin die Bruchstücke des Wolkensteins in die Zwergenstädte des eisernen Herzens. Prospero, durch die Gunst seines Fundes zum Erstgeborenen der Götter erhoben, leitete die Mission und bat die Zwergenmeister um ihre besten Handwerker und Magier, um die mystischen Artefakte des Vallastar in reale Waffen zu schmieden. Das Material schien jedoch widerspenstig und in ihm pulsierte die Kraft des Sturms. Wirbel aus schwarz-weißen Dunst waberten über die Oberfläche der Splitter. So trauten sich die Zwerge zunächst nur an die kleinsten Stücke. Ihre besten Juweliere und Goldschmiede fertigten Schmucksteine für eine Krone, einen Ring und einen Halsreif. Sie gingen fortan als der Tiara der Wolken, das Auge von Vallastar und der Halsreif von Brisa, nach der Tochter des Vallastar, in die Geschichte ein.
Doch das genügte Prospero, der selbst in den Künsten der Magie bewandert war, nicht: „Dieser Frauenschmuck verstärkt das Gespür eines Magiers für sein Talent doch scheint er auf einem Schlachtfeld unbrauchbar.“
Die Zwergenmeister verbeugten sich und unter ihnen wurden die besten Schmiede gewählt. Sie erhitzten das Material im Feuer der Esse, doch wollte es nicht schmelzen. Sie ließen ihre besten Magier einen Feuersturm entfachen, doch der Wolkenstein ließ sich nicht formen. Dann sandte man Wort in alle Teile des Westens und ließ den mächtigsten und ältesten Drachen ausfindig machen und in Ketten legen. Vor der Flamme des Prim aus dem Rachen des Monsters, dessen Wut ein halbes dutzend Zwerge und Elfen tötete, machten sie sich das Material wie das Eisen gefügig. Unter den Hämmern der besten Waffenschmiede entstanden der Speer der zehn Himmel und die Sturmklinge.

Prospero bedankte sich und nahm den Rest des Wolkensteins und die fünf Artefakte an sich, um sie seinem Fürsten präsentieren zu können. Wochen waren seitdem vergangen und als er in Alerion einritt waren über den hohen Türmen bereits die Banner der Menschen gehisst und Prospero verfluchte sich, dass er nicht schneller heimgekehrt war. Man nahm ihm die Artefakte und sperrte den Elfen in den Kerker. Nur der Rest des Wolkensteins, der kaum mehr maß als eine Hand voll Splitter und Staub, blieb in seinem Besitz. Es heißt in seiner Zelle habe Prospero, der sich vor den Besatzern der Menschen als Kaufmann ausgegeben hatte, halb wahnsinnig durch sein Versagen neue Pfade der Magie betreten und die verbleibenden Reste des Wolkensteins in eine 6. und übernatürliche Waffe verwandelt. Es heißt, dass er dadurch eines Tages spurlos aus seiner Zelle verschwand. Nachdem er seinen Verfolgern Rache geschworen hatte. Doch bald darauf geriet seine Legende in Vergessenheit. Seitdem hat sich die Spur der Artefakte des Wolkensteins in der Geschichte verloren.[...]

@LeO

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