Mittwoch, 26. Februar 2014

Entstehungsmythos von Avarios II

Auszug aus dem Kompendium über die Geschichte der Welt – 1. Band: Die Entstehung der Welt. Zusammengetragen und verfasst von Bran dem Reisenden, Erster des Rates der blauen Akademie in der Winterzeit des Jahres 2007.


[…] Welt und Welt fiel vor dem Sternenthron und ihre einstigen Herrscher wurden in Gefängnisse des Prim verband, den nie konnte man einen Eldar töten. So erschuf der Prim karge Felsen am Rand des Weltenalls, an die er seine stärksten und widerspenstigsten Gegner kettete. Gezwungen ewig im Nichts zu treiben, waren sie keine Gefahr mehr. Die Furcht vor diesem Schicksal band seine acht Untergebenen noch stärker an den Sternenthron. Ein Eldar mit dem Namen Avaru beobachtete das Werk der Neun mit Kummer und Schwere. So fasste er einen Plan, um seine und die verbliebenen, freien Welten der Eldar vor der Zerstörung zu bewahren.
Zur Zeit als die Armeen des Prim vor den Toren Avarus standen, war der Stolz des Ersten zur Tollkühnheit geschwollen und der Ehrgeiz zu brennendem Eifer verkommen. Galvan deutete den Rückzug des Eldar als Schwäche und beschloss diesen umso mehr zu demütigen, indem er körperliche Gestalt annahm und ihn im Fleisch des Sterblichen bezwang. Er befahl den Acht, die ihm folgten, dasselbe zu tun, denn das ganze Weltenall und alle Eldar sollten die Überlegenheit des Sternenthrons anerkennen. Mit den Heeren der Soldaten, die die Neun erschaffen hatten, betraten sie, was vor ihnen lag. Irlande, die einen Sinn für alles Schöne hatte, zeigte sich erstaunt von der Raffinesse, die dieser Schöpfung inne wohnte. Wälder, deren Blätter im Wind rauschten. Vögel, die in verschiedenen Stimmen sangen. Tiere und Waldkreaturen, die sie aus dem Schatten heraus beobachteten. Kobolde in den Bäumen und Trolle in ihren Höhlen. Wasser, das in Kaskaden vom Himmel fiel und donnernde Lichter am Himmel. Ihr Herz wurde schwer, als sie daran dachte, dass auch diese Welt der Gier des Prim zum Opfer fallen sollte. Die anderen Eldar dachten ähnlich, auch wenn die Furcht sie daran hinderte aufzubegehren. Sie durchstreiften Wälder und Wüsten, Berge und Täler, doch sie fanden weder eine Verteidigung noch den Eldar selbst vor. Schließlich erreichten sie das Zentrum der Schöpfung des Avaru. In ihrer Mitte fanden die Neun einen Turm, dessen Oberfläche silbergrau glänzte und dessen Spitze in donnernden Wolken verschwand. In seiner Ungeduld verlangte Galvan, Avaru möge aus seinem Versteck hervorkriechen. Nur Feiglinge würden sich weigern, wenn das Schicksal sie richte. Doch weder von dem Turm noch aus der Umgebung kam eine Antwort. Die Stimme des Prim verhallte in der Stille dieser Welt. Galvan fühlte sich verspottet und kochte vor Wut. Dieser Eldar würde für seine Anmaßung doppelt bezahlen, schwor der Prim sich und ließ den Turm umstellen. Auch als das Licht schwand, war noch keine Spur von Avaru zu erkennen und der Prim verlor die Geduld.
Wenn du nicht kommst, fange ich an zu zerstören, was du geschaffen hast“, sagte er.
Mit einem finsteren Grinsen legte er die Hand auf die glatte graue Oberfläche des Turms, um einen mächtigen Zauber zu sprechen. Doch sein Gesicht verzog sich zunächst in Überraschung, dann in Schmerz und schließlich in Angst. Die Eldar und ihre Schöpfungen spürten wie der Boden unter ihren Füßen zu vibrieren begann und eine Stimme im Wind zu sprechen begann: „Wir sind die Elemente Anikon, Salyada, Aegidon und Inalya. Avaru hat sich geopfert, um uns Kraft zu geben. Wir sind die Elemente. Erde, Feuer, Wasser, Wind. Avaru hat uns einen Ort geschaffen um zu leben. Wir beschützen diesen gegen jenen.“

Mit einem letzten Schrei des Schmerzes verschwand der Prim und ward nicht mehr gesehen. Verbannt in ein Gefängnis unter der Erde im Zentrum der Elemente. Die Eldar zeigten sich erleichtert. Einer der Ihren hatte sie von den Ketten befreit, die sie nicht in der Lage waren abzuschütteln. Sie nannten den Turm des Avaru Weltensäule und bestimmten, dass die ehemaligen Heere des Prim von nun an diese Welt bevölkern sollten. Mit dem Fall des Galvan hatten sie keinen Zweck und keine Pflicht mehr zu erfüllen.[...]

1 Kommentar:

  1. voll gut :), macht Spaß zu lesen bisher. Freue mich auf alles was noch kommt

    lg Alex :)

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