Montag, 24. Februar 2014

Entstehungsmythos von Avarios ;)

Auszug aus dem Kompendium über die Geschichte der Welt – 1. Band: Die Entstehung der Welt. Zusammengetragen und verfasst von Bran dem Reisenden, Erster des Rates der blauen Akademie in der Winterzeit des Jahres 2007.


[…] So scheint es, dass mir die Aufgabe zufiel, Erkenntnisse über die Entstehung unserer Welt zusammenzutragen. Also ging ich in die freien Städte, in die Bibliotheken von Volk und Adel, zu den alten Müttern auf den Straßen und Wegen von Liasadril bis Karanthos, um zu finden, was ich suchte und zusammenzusetzen, was verloren gegangen ist. Ich habe vielen Versionen dieser Geschichte gelauscht. Von Elfen, Menschen und Zwergen. Doch die Geschichte einer alten Seherin aus dem Orden der Natha'krir, deren Festungen wie schwarze Wächter über den Wäldern des Kon in den Himmel stoßen, erschien mir am kompaktesten und vollständigsten. Zumal, dass die Ritter gegen die Dämonen dieser Lande sich in ihrer Natur dazu berufen fühlen, alles als ursprünglich zu bewahren, was in ihren Bibliotheken schlummert. Ich traf das alte Mütterchen im Sommer des Jahres 1994 als sie schon steinalt war und frage mich, ob sie unsere Zeit auch noch überleben wird. Wie die Elfen sagen: Wir steigen auf mit Golganas und sinken mit Irlande. Hier schreibe ich die Geschichte nieder wie sie mir erzählt wurde.
Das Wort berichtet von einer Zeit vor der Zeit, als es nichts gab als den Ozean der Sterne. In ihm lebten die Eldar. Machtvolle Wesen, die in der Lage waren die rohen Energien des Weltenalls an ihren Willen zu binden, Stein und Leben aus der Vorstellung zu erschaffen. Doch waren sie keine Magier, denn ihre Kräfte kannten keine Grenzen. Aus dem Nichts des Ozeans erschufen sie Dinge und ließen sie wieder vergehen. Sie erschufen Leben und zerstörten es. Untereinander stritten sie wie Kinder wegen Kleinigkeiten, schlimmer als die Ritter und Könige der heutigen Zeit. Sie erschufen Imperien und vernichteten sie, wenn ihnen die Lust an ihnen vergangen war. Ihre Herzen waren rastlos und ohne Mäßigung, denn in ihnen pulsierte ein hungerndes Feuer, das nach mehr verlangte und verhinderte, dass ihr Verstand im Weltenall eingebunden abkühlte.
Der Mächtigste unter ihnen wurde Galvan genannt, den sie heute noch den Prim und den Ersten nennen. Von seinem Thron von geschmiedetem Sternenlicht aus unterwarf er seine Brüder und Schwestern und zerstörte ihre Schöpfungen bis sie sich seiner Herrschaft beugten. Skoltan, der Patron der Handwerker und Schmiede. Tyra, Ordanon und ihre Tochter Sefarim, denen die Menschen Respekt zollen. Bafandur, dem die Gerechtigkeit als einzigem Eldar am Herzen lag und Maladath, der List und Täuschung als Zeichen der Stärke achtete. Bis zum Schluss widersetzten sich die Liebenden Golganas und Irlande der Tyrannei. Doch auch das Feuer der Sonne und Gelassenheit des Mondes konnten dem Prim nicht standhalten. Auf dem Gipfel seiner Macht befahl er seinen Brüder und Schwestern ihm Armeen zu erschaffen mit denen er das gesamte Weltenall erobern konnte. Sie gehorchten.
Aus dem Metall seiner Welten formte Skoltan die Zwerge und machte sie hart wie den Stein des Grundes und begierig wie die Gezeiten des Ozeans. Tyra und Ordanon besprachen sich im Geheimen und vermählten ihre Tochter Sefarim dem Maladath zur Frau. Sie gebar ihm die ersten Menschen ausgestattet mit der Tapferkeit Ordanons, der Kreativität Tyras, der Treue Sefarims und der Listigkeit von Maladath. Weil Bafandur Maladaths Absichten misstraute und fürchtete dieser würde die Gruppe verraten und sie alle vor dem Prim in Gefahr bringen, pflanzte er den Menschen außerdem noch die Saat der Gerechtigkeit ein. Golganas und Irlande schwammen zu den Sternen um deren Licht zu ernten und zu Elfen zu formen. Stolze Wesen mit der Kühle des Mondes und der Hitze der Sonne, denen niemand in Wissen und Geschick überlegen sein sollte.

Zufrieden mit ihrem Tribut lehnte sich Galvan zurück und teilte seinen Brüdern und Schwestern Reiche zu, in denen sie freie Hand haben sollten. Unter dem Thron aus geschmiedetem Sternenlicht sammelte der Prim mehr und mehr seiner eigenen Kreaturen, den brutalen und herzlosen Valken. urtümliche Wesen, die von ihrem Schöpfer nicht geliebt wurden und deshalb auch andere nicht lieben konnten. Ihre echsenhaften Nachkommen terrorisierten die Ländereien des Westens bis der erste Pakt von Elfen und Menschen den Wall errichtete. Ihnen zur Seite formte er die Drachen, die über die Valken herrschen sollten, damit der Erste seine Eroberung des Weltenalls vorbereiten konnte.[...]

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