Dienstag, 15. Oktober 2013

Frankfurter Buchmesse 2013

Die Reise zu meiner dritten Buchmesse begann am frühen Samstag Morgen. Mit Kaffee und Croissant im Magen ging es mit Doppeldeckerbus über verregnete Autobahnen in Richtung Frankfurt. Die Buchmesse ist schon lange nicht mehr nur eine Insel für Literatur. Zeitungen, Zeitschriften, Comics, Karten, E-Books, Fernsehsender und Internetplattformen mischen sich längst unter die Neuerscheinungen des obligatorischen Buchhandels. Vom religiösen Kleinstverlag bis zum kommerziellen Platzhirsch waren alle Zwischenformen vertreten. Auftritte von mehr und weniger berühmten Autoren und Illustratoren mit eingeschlossen. Gastland war Brasilien, das mit einer künstlerisch abstrakt träumerischen Szenerie aufwartete. Sofern man schnell war oder genug Ausdauer hatte konnte man in Hängematten Gedichten lauschen und mit dem Fahrrad digital Südamerika erkunden. Mein persönliches Highlight war der Auftritt Jonathan Strouds, dem Schöpfer des unvergleichlichen Bartimäus, der um halb zwölf sein neues Geisterjägerwerk vorstellte und dabei einen Jungen aus dem Publikum mit dem entsprechenden Equipment ausstattete. Am Stand der Satirezeitschrift Titanic konnte man alte Exemplare zum Ramschpreis von 50 Cent pro Stück erwerben und die Gänge für überteuertes Manga-Merchandise (15 Euro für ein nachgemachtes Deathnote erschienen mir dann doch eion wenig übertrieben) waren wie immer brechend überfüllt. Da war man zwischendurch schon froh, dass es auch abseits der trockenen Hallenluft Programm im Innenhof des Messegeländes gab. Eine große Open-Stage mit laufendem Programm, ein Lesungs- und ein Signierzelt bei Kaffee und Cookies zu Messepreisen (Schwarz 2,50 Euro). Doch wie jedes Jahr hat es sich am Ende doch gelohnt, allein schon wegen dem signierten Lockwood-Exemplars von einem meiner meist geschätzten britischen Schreibern neben Terry Pratchett.




















LeO

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