Dienstag, 29. Januar 2013

Fortbildung in Unbildung

Zur Abweisung von Vergewaltigungsopfern in katholischen Kliniken habe ich mich im Blogg bisher noch nicht geäußert. Auch weil das Fettnäpfchen, in das die mittelalterliche Monarchie des Papstes mal wieder trat, für die Medien schon ein gefundenes Fressen darstellte. Während der Debatte sollte dem verblendetsten Gläubigen vor Augen geführt worden sein wie irrational und hirnrissig manche (wenn nicht alle) religiösen Grundsätze sind. Praktischerweise sorgten Kirche und Papst selbst dafür. Besonders interessant fand ich übrigens, dass, nachdem die Funktionsweise der "Pille danach", die nie eine Form von Abtreibung darstellte, öffentlich thematisiert und dem "Einsatz für das Leben gegen Abtreibung" die Legitimation entzogen worden war, sich plötzlich viele Priester verhaspelten (Warum ist ein Zellhaufen - die biologische EXE-Datei unseres Körpers, nicht unseres Bewusstseins und nicht unserer Persönlichkeit - eigentlich so ein harter Diskussionspunkt?). Gezielte Unbildung ist auch eine Form der Bildung.
Anhand dieser Eigendekonstruktion  muss der  säkulare Atheist kaum mehr als spöttisches grinsen und auf die ein oder andere gelungene Satire hinweisen, die den Nagel auf den Kopf trifft:

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