Montag, 31. Dezember 2012

2012 +1 = ????

Jahresrückblick 2012

Größtes Ereignis: Erste Schritte auf dem roten Planeten - Curiosity
Größte Entdeckung: Higgs - Teilchen erklärt den Ursprung der Masse
Größter Aufreger: Massenmord in Assads westlich geduldeter Bananenrepublik.
Viel heiße Luft: Weltuntergang 21.12.2012
In Trauer um: R.I.P. Dirk Back
Film des Jahres: Cloud Atlas - Eine bildlich-musikalische Komposition über Zeit und Raum hinaus!
Buch des Jahres: "Der Gotteswahn" von Richard Dawkins, der verspätet auch meinen Blick erweitern konnte
Lied des Jahres: Nostadamus' Pferdetanz: Oppa Gangnam Style!
Spiel des Jahres: World of Warcraft - Mists of Pandaria. Von vielen zu Unrecht kritisiert. Auch wenn ich selbst nicht mehr spiele: Das neuste und das beste Addon.
Mann des Jahres: OBAMA
Frau des Jahres: Die eiserne Lady - Angela Merkel
Religiöse Entgleisungen des Jahres: Pussy Riot, Beschneidungsdebatte, Bomben hier und dort, Islamistisches Morden aufgrund eines billigen Videos und Karikaturen - Wenn Religion etwas Sinnvolles wäre, warum reagiert der (fundamentalistische) Gläubige auf Kritik mit Wut und Hass? Antwort: Weil es absolut irrational ist und die Angst besteht, Gegenargumente, wenn man sie sich anhört, nicht widerlegen zu können. "Willst du nicht mein Bruder sein, schlag ich dir den Schädel ein!"
Witzfigur des Jahres: Francesco Schettino, Kapitän der Costa Concordia
Kopfschütteln über: Christian Wulff und Joachim Gauk - Wer braucht Bundespräsidenten?
Kuriosum: Mario Balotelli
Hokuspokus: Kim Jongs Einhornnest

Mein Leben 2012:

Ein interessantes Jahr, auch wenn sich einige der Vorsätze von 2011 wieder einmal nicht erfüllt haben. Das Studium begann und ging weiter. Ich entdeckte das Zeichnen wieder, fotografierte, schrieb und bloggte. Von Sommerfestivals in Bochum, über Mittelaltermärkte, neue alte Städte, Spieleabende und Cookies mit den Besten. Auch wenn sich mein Leben nicht so aufregend gestaltete wie das von manch anderem, kann ich doch nicht klagen. Für 2013 bleiben die unerfüllt gebliebenen Herausforderungen von 2012: Die Liebe einer Frau finden (Selbstbewusstsein, du bist mein Fluch) und (mal!) einen Roman nicht im Sand versickern zu lassen und fertig zu schreiben.

In diesem Sinne wünsche ich allen, nachdem wir gemeinsam den Weltuntergang überlebt haben, einen guten Rutsch ins Jahr 2013!

Freitag, 28. Dezember 2012

Der absolute Staat im Pelz der Demokratie

Eine interessante Dokumentation über die Realität jenseits der Illusion einer gütigen, unverzichtbaren Kirche in unserer Gesellschaft.




Quintessenz: Kirchensteuer fließt in die Gehälter der Kirchenämter, während die gemeinnützigen Organisationen (Kindergärten, Schulen, etc.) fast durchweg staatlich finanziert werden. Trotzdem maßt sich die Kirche (katholisch wie evangelisch) in absolutistischer Weise an, über ihre Mitarbeiter zu bestimmen und zu richten und Einrichtung und Arbeitnehmer "christlich" zu etikettieren.

Mehr zum Thema Säkularisierung in Deutschland braucht glaube ich nicht gesagt zu werden:D

Donnerstag, 27. Dezember 2012

Fragment: Mikrowasserkosmos


Ich gehe über Mosaike aus marmoriertem Kopfsteinpflaster, durchsetzt mit Graspolstern und Löwenzahn. Fahrradständer sind bedeckt mit den Tropfen des Morgentaus. Ein Mikrowasserkosmos vergänglicher Planeten. Ich kann mein Spiegelbild in ihnen sehen. Der schwarze Lack des Metalls ist abgeblättert, Aufkleber verwittert oder abgerissen. Nur Reste der Botschaften hat die Zeit zurückgelassen.

Mittwoch, 26. Dezember 2012

Voltaire

Genialer Song. Voltaire hört sich gut, auch wenn die Band hierzulande nicht so bekannt zu sein scheint :D



und es passt zum Thema des Referats, das mich erwartet. Da sind die Feiertage leider schon vorbei ...

Ich hoffe ihr hattet alle ein schönes und geruhsames Weihnachtsfest mit euren Familien!

(Ja man kann es auch als Atheist feiern, denn es gab diesen Feiertag schon bevor Jesus vom Himmel gefallen ist und mit Santa Claus, Geschenken und Weihnachtsbaum ist es auch längst von der Zeitkapsel Christentum in Richtung Moderne weiter gedriftet.)

Samstag, 22. Dezember 2012

Aachen

Da die Welt nicht untergegangen ist durfte ich mit den Geschichtlern gestern einen schönen Tag in Aachen verbringen. Eine wunderbare Stadt!















Donnerstag, 20. Dezember 2012

Aufgeklärte Apokalypse



Auch wenn die Welt ab dem Wochenende nicht mehr existent sein sollte, zeigte sich der UniBibOpac großzügig mich mit Ferienliteratur zur Aufklärung auszustatten, damit das Aftershow-Weihnachten für den Atheisten auch nicht zu langweilig wird. Das letzte Referat für dieses Semester - 18. Jahrhundert, ich komme!


Das Schlusswort zu diesem Abend vor dem Ablauf des Kalenders der Maya und der Apokalypse (Geht unsere Welt eigentlich auch jedes Jahr neu unter, weil unsere Kalender einjährig sind?) hat die Ikone der Astronomie Harald Lesch:


 und für mich gehts morgen nach Aachen ;)

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Nostradamus tanzte Gangnamstyle ...

Verdammt, die Zeichen sind da! Dann kann ich zumindest aufhören an meiner Hausarbeit zu schreiben :D

Gangnam Style! Jemand Lust auf eine Aftershowparty- Psy Nonstop? 2012 ist schon ein lustiges letztes Jahr gewesen. Mir dünkt, ich sollte vielleicht trotzdem zur Uni fahren und mir die Bücher ausleihen für mein Referat 2013...

http://www.focus.de/digital/internet/nostradamus-prophezeihung-warnt-vor-rapper-psy-gangnam-style-saenger-ist-reiter-der-apokalypse_aid_885083.html?fb_pid=1355935706&fbc=fb-fanpage-focus

Dienstag, 18. Dezember 2012

Fragment: Die Reise


Wandere ich auf verschlungenen Pfaden, um Antworten auf meine Fragen zu finden? Getretene Natur aus matschigem Lehm, überwuchert mit Dornen und modrigem Unterholz. Wälder, in denen die Zeit still steht. Bastionen der Vergangenheit fernab der Zivilisation. Ich bleibe stecken in zugewachsenen Sümpfen und lausche dem Lied der Wildnis in einer stickig schwülen Atmosphäre, die zwischen den Fingern zu kleben scheint. Insekten brummen vor meinen Ohren, während primitive Raubtiere in den Schatten schleichen. Ich kann sie hören, ihre Augen starren mich an, ohne das ich sie sehe. Kann ich Respekt verlangen? Ohne sich den Regeln dieser Welt zu fügen, scheint der Mensch doch Spielball der Elemente zu sein. Die Natur kümmert sich nicht um gewebte Kleidung oder Werkzeuge aus Metall. Die Gesetze der Stadt werden obsolet, wenn die Reste der Jagdbeute auf der Lichtung verwesen.Versenkt von der Sonne, das Blut weggespült vom Regen. Gerissen vielleicht von einem Tiger oder etwas Schlimmerem.
Es liegt eine urtümliche Kraft in diesen Hallen mit ihren Säulen, die schon vor meiner Geburt standen und meinen Tod überdauern werden. Bauwerke, an denen nie ein Handwerker gewirkt hat. Ich genieße den Anblick und halte auf das Ufer eines Wasserbassins zu. Eine blaue Insel im Grünen, das ich sowohl Hölle als auch Heiligtum nennen würde. Die Steine, an diesem lichtgefluteten Ort, sind mit Moos bewachsen. Beinahe rutsche ich aus und verliere das Gleichgewicht. Doch ich fange mich und beschließe zu rasten. Kniend nehme ich meine Hände voll Wasser, kühle meine Augen, lösche meinen Durst. Ich betrachte das Messer an meinem Gürtel und stelle abermals fest wie kümmerlich es doch wirkt. Der verzweifelte Versuch sich in dieser Umgebung, die der Moderne so fremd erscheint wie das Erkunden eines fremden Planeten oder uns auch nur das Leben unserer Vorfahren, an einen Anker der Zivilisation zu klammern.
Kann ich mir anmaßen zu wissen, wohin mich diese Reise führen wird? Ist es nicht egal, welches Ziel wir ins Auge gefasst haben? Der Weg formt uns. Im Angesicht der Welt ebenso wie vor uns selbst.
Ich fülle meine Flasche mit dem Wasser des Bassins, dessen Grund grün schimmert. Das Metall glänzt im Sonnenlicht und meine Hand schlägt Wellen. Konzentrische Kreise auf stillem Grund. Schattenhafte Fische fliehen aus dem bewachsenen Morast. Im Schatten der Baumkronen ziehe ich weiter unter dem Dach eines Tempels, der keiner Gottheit geweiht ist und dennoch Ehrfurcht einflößt. Die Frage, wer man ist und wer man sein wird, hängt mit den Wegen zusammen, die man wählt.

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Lone Ranger

Sieht interessant aus. Vielleicht die Reinkarnation eines toten Genres? Auch wenn ich eher für mehr Piratenfilme plädiert hätte :D



Dienstag, 11. Dezember 2012

Weihnachtsmann und Moses

Bevor die Diskussionen anschließend losgehen, wo die Grenzen zwischen gerechtfertigter Religionskritik, Humor und Spott anzusetzen sind, erwähne ich es lieber vorher:

!Achtung! dieses Video enthält mitunter gotteslästerliches Material und sollte nur von denen konsumiert werden, welche die Dinge objektiv sehen und lachen können, wenn man Göttern oder religiösen, wie anderen mehr oder minder fiktiven Persönlichkeiten auch mal die Narrenkappe aufsetzt.

Ich liebe Satire, zu diesem Zweck tue ich mir auch mal Hiphop an :D


Samstag, 8. Dezember 2012

1.080.000.000.000.000 Tonnen Stahl

So werden die Probleme der Welt garantiert gelöst! Da sieht man wieder mal, dass es nur Fantasie und ein kleines kleines bisschen Größenwahnsinn braucht. Dann erscheint die Welt nicht mehr alternativlos :D

http://www.stern.de/panorama/online-petition-in-usa-baut-den-todesstern-1938086.html

Freitag, 7. Dezember 2012

Habemus Papam 2.0

Auch der Vatikan scheint im 21. Jahrhundert träge Fuß fassen zu wollen. Auch wenn der Inhalt weiterhin aus vertrockneten Paraphrasen besteht, die jeglichen Bezug zur Moderne verloren haben, sieht er sich in der Technik-Affinität unseres Zeitalters schließlich gezwungen der Entwicklung hinterherzuhoppeln und seine Flagge in den Sand an der Küste des Internets zu rammen. Auch wenn es dort vor Fahnen und Werbeschildern wimmelt und leider Gottes selbst die Dschihadisten das Papamobil auf diesem Terrain überholt haben, ist es doch nur ein kleiner Schritt für die Menschheit und ein großer Schritt für das Selbstbewusstsein des Vatikans. Der ehrgeizige Vorstoß die Botschaften des Mittelalters auf Twitter mit "#askpontifex"-Funktion zu digitalisieren hat ihm eine halbe Millionen Follower eingebracht - Interessant, wenn man bedenkt, dass es 1,181 Milliarden Katholiken auf der Welt gibt.

Immerhin bietet das Portal die Möglichkeit den Pontifex Maximus mit der Wirklichkeit zu konfrontieren - oder um in der modernen Sprache zu verbleiben mit den Shitstorms der Internetcommunity.

Ein Artikel, denn ich eher per Zufall entdeckte und der mich doch herzlich amüsierte(stern.de). Mehr dazu hier:

http://www.stern.de/digital/online/aufruf-des-papstes-ausser-kontrolle-das-problem-mit-den-twitter-schaefchen-1938431.html#utm_source=sternde&utm_medium=zhp&utm_campaign=wm5

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Inspiration


Inspiration

Der Künstler sucht Bestimmung

in ihrer Stimme Klang,

im Feuerschein den Kern

Kraft und Energie zu finden


Eines Mannes Seele

in Feuer und Eis

Erde und Sturm

sieht die raue Schönheit der Natur.


Wortgewalt auf Rabenschwingen,

zugehaucht in freiem Denken.

um im Traum zu fliegen,

meine Ideen zu lenken.


Der Muse Kuss

zart und bestimmt

brennt wie Feuer

beseelte Wärme, Lebenskraft


Ohne sie zu leben,

erscheint mir ohne Sinn,

mein Kern unbezwungen

in ihrem Feuer Puls.

Dienstag, 4. Dezember 2012

Tongmyongs Einhorn



Macht und Machterhalt nimmt bekanntlich bizarre Formen an, egal in welchem Erdteil und in welcher Epoche wir uns bewegen. Gerade totalitäre Systeme scheinen dabei Wert auf die exponentielle Zersetzungskraft - Alzheimer erscheint mir da noch eher wie ein harmloses Schreckgespenst - des Gehirns durch Kult und Gehorsam zu legen. Sowohl beim einfachen Volk als auch in den Führungseliten. Ob sich das nun in skurrilem Okkultismus, der Begegnung mit einer oder mehreren Gottesgestalten oder in der Entdeckung von Einhornnestern, die ein König 200 v. Chr. als Reittier domestiziert haben soll, widerspiegelt, zeigt nur die Vielfältigkeit der Symptome geistiger Umnachtung bedingt durch Allmachtsfantasien auf.

Der Beobachter kann nur schmunzeln und kann sich nicht entscheiden, über wen eher den Kopf schütteln soll: Über die Herrscher, die ihren letzten Funken Glaubwürdigkeit einbüßen und endgültig in die Lächerlichkeit abdriften oder über die Untertanen, welche die ihnen aufgetischten Märchen auch noch glauben. Das Märchenland Nordkorea, wo Einhörner gesichtet und Offiziere mit Panzergranaten hingerichtet werden, wird hoffentlich auch bald Geschichte sein. Es ist traurig und ein Armutszeugnis, dass es das nicht schon längst ist.
Bis dahin muss sich die Welt wohl noch die Lügengeschichten aus der Feder der KCNA-Zensur anhören. Mich würde interessieren, ob die Redaktion des staatlich kontrollierten Senders sich überhaupt bewusst ist, dass ihre Berichterstattung im Ausland nur beherztes Lachen auslöst und das Bild, das der Westen von dem abgeschotteten Land hat, keinesfalls prägt.

http://www.focus.de/panorama/welt/onkel-kims-maerchenstunde-forscher-in-nordkorea-haben-ein-einhorn-nest-entdeckt-_aid_873875.html

Samstag, 1. Dezember 2012

Das Pferd der Demokratie


Nun die Demokratiebewegung im nahen Osten scheint in der Startbox verendet zu sein. Vielleicht hatte der alte Kläpper einen Herzfehler oder er hatte einen dieser störrischen Anfälle, die man an Rennpferden in Kinofilmen gerne mal präsentiert bekommt. Aufjedenfall scheint Mursi, der sich bei der Amtseinführung seinen Kritikern gegenüber tolerant heuchelte, bereits den Weg zurück zu galoppieren, denn der arabische Frühling anzulegen bereit gewesen war. Anstelle eines westlich-geprägten Diktators, der die Menschen zur Befriedigung seiner Machtgier ausbeutet, tritt ein islamistischer Diktator, der vorgibt seine Machtgier sei von Gott gewollt. Nur dass dieser, wie immer in solchen Fragen, durch Abwesenheit glänzt.
Eigentlich sollte der Westen sich angewöhnen sich aus derlei Konflikten herauszuhalten. Die Menschen müssen selbst lernen, was gut für sie ist. Sie brauchen eigene Revolutionsführer, die die Gesellschaft von innen heraus neu gestalten. So ist es in Europa geschehen und Menschenrechte wurden gegen den Willen von Kirchen und Monarchen, deren Position irgendwann unhaltbar wurde, durchgedrückt. Man kann einem Land oder einer Region keine Ideologie aufzwingen, die sie selbst (noch) nicht im Kern vertreten kann, außer man besitzt die Macht eines Despoten den Willen der Menschen durch Gewalt zu brechen und sie durch Gehirnwäsche dumm zu halten (Im Mittelalter durch Christentum und Katechismus, in der Moderne des nahen Ostens durch Islam und Scharia).
Nur wie bringt man Menschen dazu, sich aus diesem Teufelskreis der Bedrängung und der Selbstverdummung zu befreien? Man kann natürlich militärisch (oder missionarisch) intervenieren, nur schafft man darüber eine breite Angriffsfläche, die Extremisten wiederum für ihre eigenen Zwecke nutzen können. Der Gedanke hinter der Expansion des römischen Reiches (zumindest in der Republik von 509-42 v. Chr.) war der Welt die Zivilisation zu bringen - Die Barbaren zu romanisieren. Um dieses Ziel zu erreichen bedienten sie sich neben dem Bau von Infrastruktur un dem Export von Wissen und Luxuswaren eben der militärischen Intervention. Aber weil dahinter natürlich ein Dualismus steckt (Wir sind besser als ihr, also schließt euch uns an oder sterbt), erzeugt dieses Handeln eine Art von Sprengstoff, die wohl dem menschlichen Verstand eigen ist. Das Konstrukt der Bedrohung der eigenen Freiheit (Natürlich gibt es auch dutzende Ausnahmen, viele Völker haben sich freiwillig ins römische Reich eingegliedert, weil sie dadurch enorm profitieren konnten). Da ist einem natürlich jedes Mittel Recht, diese Gefahr abzuwenden. Frei dem arabischen Sprichwort nach: Der Feind meines Feindes ist mein Freund.
Das brachte nicht nur den Karthagern und Hannibal im zweiten punischen Krieg massive Unterstützung durch die Stämme, welche im Norden Italiens ansässig waren, sondern eben auch den Islamisten heute, die den Westen als unmoralisch und vorallem imperialistisch anprangern und dadurch ihre eigenen radikalen Ansichten verharmlosen können. Über das Malen eines Feindbilds (In diesem Fall die USA und vorallem Israel) kann man sämtliche logische Denkprozesse relativieren oder gänzlich ausschalten. Diese Gedanken entwickeln sich von revolutionär (vielleicht sogar ernst) gemeinten Ideen zu Vorurteilen, die in der Gesellschaft schließlich tradiert werden und sich ähnlich einer chronischen Krankheit, die den Verstand immun gegen berechtigte Kritik macht, von Generation zu Generation weitervererben.
Deswegen sind die Sowjets in Afghanistan gescheitert und deswegen steht auch die NATO dort nun auf verlorenem Feld, auch wenn sie unterschiedliche Ziele besaßen. Eine Revolution muss immer von innen heraus erfolgen, sie kann einem Land nicht aufgezwungen werden. Der arabische Frühling war eine erste Eruption in die richtige Richtung, nun liegt es an den Menschen in den Ländern des nahen Ostens, sich gegen die Gehirnwäsche durch islamistische Motive (auch gegen Mursi) zu behaupten und Gegenbewegungen hervorzubringen. Was sagen eigentlich die Frauen dazu?

http://www.spiegel.de/politik/ausland/mursi-anhaenger-demonstrieren-macht-in-kairo-a-870414.html