Sonntag, 9. September 2012

Neid




Zu fliegen wie der Vogel,

des Menschen größter Traum.

Erhaben durch die Lüfte,

im Gleichklang der Natur

ohne Zeit und Raum.




Doch ists sein Schicksal.

Gefesselt an Erde und Land wir sind

Begrenzter Horizont, flache Sicht

Bis der Sand der Zeit verrinnt.




Dieser Schmerz, er hat uns verflucht.

Versklavten wir nicht das Feuer und das Eisen

Um Türme zu bauen in die Lüfte,

mit Maschinen aufzusteigen,

und wettzueifern mit der Sucht

zu rechtfertigen der Krone rechter Platz?




Nie wird der Mensch begreifen

Er tötete die Götter von Einst, um deren Stärke zu erlangen

Doch Weisheit ist nicht Stärke, nicht Wissen.

Gebunden bleibt der Mensch an das System.


Ein Teil vom Ganzen bleibt er, kein König.






Was sagen sie dazu, die fliegen?

Sie singen, krächzen, spotten,

Wissen, dass ihr Platz unerreicht geblieben.

Wissen, dass des Menschen fahle Gier

Vom Neid getrieben

ihr Schicksal wird besiegeln.

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