Sonntag, 19. August 2012

Warum Julian Assange ein Held ist

Die Meinungs- und Redefreiheit wird im Westen hochgeschätzt. Sie ist das Grundelement jeder Demokratie. Wenn in einem Staat keine Meinungs- und Redefreiheit mehr herrscht ist er de facto keine Demokratie mehr.  Die Augen richten sich bei diesem Gedanken sofort nach Russland und China.
Jemand sagte einmal, dass Journalisten die Wächter der Demokratie seien. Ob sie das wirklich tun oder die Option auf MeinungsBILDung für billige und reißerische Geschichten (Der nächste Nahrungsmittelskandal kommt bestimmt) verwenden oder von einer Lobby beeinflusst werden sei dahingestellt. Dem Enthüllungsjournalismus, wie er einst Nixon zu Fall brachte, wird heute kaum noch Respekt gezollt, obwohl sich diese Menschen bewusst ins Fadenkreuz mächtiger Organisationen stellen.
Wikileaks hat Respekt verdient. Es spielt keine Rolle, ob an den Vorwürfen gegen Julian Assange etwas dran ist (Ich bin da eher skeptisch: Wenn du einen Mann vernichten willst, klage ihn eines Sexualverbrechens an - Siehe Fall Kachelmann). Deswegen ist es auch eine edle Entscheidung von Correa ihm Asyl zu gewähren. Der aufgesetzten Seifenoper, dass Wikileaks durch die Veröffentlichung von geheimen Depeschen die Leben von Informanten und Soldaten gefährdet habe, sollte dem wachen Verstand nur ein Schmunzeln abkämpfen. Wikileaks hat der Welt vor allem Kriegsverbrechen gezeigt, die unter den Teppich gekehrt werden sollten. Von einem Land, das als Mutterland der Demokratie präsentiert wird und sich auch selbst so sieht.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/assange-fordert-ende-der-hexenjagd-auf-wikileaks-a-850860.html

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