Mittwoch, 22. August 2012

Republikaner, Schafe und Inquisitoren

Die Republikaner haben öfters bewiesen, dass sie ein Kabinett der Witzfiguren und Lobbyisten sind. Nun wurde das Wahlprogramm für die anstehenden US-Wahlen präsentiert und riecht nach Tea Party. Ob ein radikales Nein zu Abtreibung und Homoehe überhaupt etwas mit den Gedanken der wahren Bostoner Teapartybewegung, die mit Protest gegen Kolonialunterdrückung zu tun hatte, bleibt zu bezweifeln. Wahrscheinlich hätten sich die Initiatoren beim Anblick von geschnitzten Pappaufstellern wie Mitt Romney oder Sarah Palin im Grab umgedreht. Spätestens dann, wenn sie im Gespräch von deren Bildungsstand erfahren müssten.
Es ist schlimm genug, dass solche Menschen die Möglichkeit bekommen eine Supermacht zu kontrollieren. Von der Intrigantenpolitik der Republikaner zeugt Vieles (Waffenfreiheit trotz gehäufter Zahl von Amokläufen und Unfällen über Kritik an der Unfähigkeit Obamas, die sie durch ihre Blockadeposition selbst zu verantworten haben bis zur ständigen Wälzung derselben Parolen und Sicherung von Lobbyinteressen), das Schlimme daran ist, dass Amerikaner dem billigen Gewäsch - Ich nenne es nur äußerst widerwillig Politik - auf den Leim gehen.
Hoffen wir für September einfach, dass es mehr aufgeweckte Amerikaner als dumme Schafe, die im Chor "In God we trust" singen, gibt und Obama wiedergewählt wird. Hoffentlich ohne Blockademehrheit, damit er diesem Land die Reformen geben kann, die es dringend braucht. Ansonsten geht die Supermacht einen weiteren Schritt Richtung Mittelalter zurück und am Ende werden dort wieder Hexen verbrannt.

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