Samstag, 11. August 2012

Pilgerfahrt nach Venlo

 Mal kommt der Zug verspätet, mal bleibt für zwanzig Minuten auf den Schienen stehen oder er wirft die Reisenden an verlassenen Bahnhöfen raus, wo es hieß: Der nächste Zug kommt bald. Wie man die Bahn kennt, passierte nichts und es blieb den Pilgernden nichts anderes übrig, als bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und scharfem Wind zu warten.
Dieses Mal war den Pilgernden zum Glück das Wetter hold, doch Bahn blieb Bahn. Unbekannte Schwierigkeiten führten dazu, dass wir die Gelegenheit hatten das idyllische Viersen näher kennenzulernen - War unsere Erfahrung damals doch nur auf den Bahnhof und den angrenzenden Park beschränkt. Der Bahnhof hatte sich gemacht: Kein Staub, kein Gebohre, dafür leere Bierflaschen und angesprungene Glasscheiben. Vorbei an Schlehenbüschen und Brombeerranken, die auf Bauminseln mit Asphalt und Beton koexistierten, fanden wir das nächste McDoof.
Die aufgezwungene Freizeit verbracht ging es weiter auf der Pilgerfahrt zu den zwei Brüdern, auch wenn wir die Party People, die in einheitlichen T-Shirts den Ex-Junggesellen Frank ehren wollten und zu diesem Zweck den Zug, der uns nach Viersen brachte, mit einem Ghettoblaster malträtierten, sehr vermissten, entschieden wir uns am entgegengesetzten Ende einzusteigen. Auch dort nicht befreit von sonderbarer Gesellschaft - Ein älterer Mann versuchte seinem Nachbarn Alltagswissen zu vermitteln - gelang es in Venlo zu landen.
Dann ging es rasch in den Imbiss, die Touristenpflichtfrikandel verzehren und im Anschluss in die zwei Brüder zwecks Beutezug.







1 Kommentar:

  1. Wenn du das nächste mal in Venlo bist, probier mal den Backfisch vom Markt! Sehr lecker und - meiner Erinnerung nach - gar nicht so teuer

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